Leistungensspektrum

Beratung, Untersuchung & Prävention

 

Besenreiser

Besenreiser sind erweiterte Äderchen in der oberen Hautschicht. In der Regel stellen diese ein rein kosmetisches Problem dar. Als Ursache gilt eine erbliche Veranlagung. Verstärkend treten Faktoren wie Sonnenbäder, Sauna, Dampfbäder, Übergewicht, Hormone oder Schwangerschaften hinzu.

Besenreiser werden ambulant verödet. Hierbei wird ein spezielles Mittel (Äthoxysklerol) in die Besenreiser gespritzt, was deren medikamentöse Verklebung und anschließenden Abbau zur Folge hat. Hierfür sind meist mehrere Sitzungen erforderlich. Als kosmetischer Eingriff wird die Verödung von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen.

 

Retikuläre Varikosis, Seitenartvarikosis

Retikuläre Varizen sind netzförmige Venenerweiterungen und nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie können sich entzünden und bei Verletzungen zu Blutergüssen oder Blutungen führen. Retikuläre Varizen werden je nach Ausmaß ambulant mit der Mixbehandlung behandelt. In örtlicher Betäubung werden sie mit einer »Häkelnadel« in mikrochirurgischer Technik entfernt, und die Besenreiser danach verödet.

 

Stammvarikosis

Das menschliche Bein verfügt über oberflächliche und tiefe Venen. Die tiefen Venen sind für den Rücktransport von ca. 90% des Blutes verantwortlich, die oberflächlichen transportieren nur ca. 10%. Sind die oberflächlichen Venen nicht mehr funktionstüchtig, entstehen Krampfadern (Varizen). Hauptursache für Krampfadern ist eine angeborene Bindegewebsschwäche – neben Bewegungsmangel, Ernährungsgewohnheiten und hormonellen Einflüssen.

Eine Venenoperation ist die sinnvollste Methode, um Krampfadern dauerhaft zu beseitigen.Wir operieren nach einer modernen und schonenden Methode: nach einem kleinen Schnitt in der Leiste oder Kniekehle werden die sogenannten Stammvenen mit einer speziellen Sonde gezogen. Diese Operationstechnik führt zu sehr guten medizinischen und kosmetischen Ergebnissen.

Auch bei komplexen Eingriffen (wie z.B. an Rezidivkrampfadern) erzielen wir dank langjähriger Erfahrung hervorragende Resultate. Die Operation erfolgt in Vollnarkose, oder in örtlicher Betäubung, der aus der plastischen Chirurgie bekannten Tumeszenz-Lokalanästhesie.

Moderne Wundverschlusstechniken, die ohne das Entfernen von Nahtmaterial auskommen, ermöglichen ein Abheilen mit kaum sichtbaren Narben. Direkt nach der Operation kann und soll der Patient wieder laufen. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollten 4 bis 6 Wochen nach der Operation Kompressions-Kniestrümpfe getragen werden.

 

Rezidivvarikosis

Von einer Rezidivvarikosis spricht man, wenn nach einer erfolgten Therapie Krampfadern wieder auftreten. Die Häufigkeit von Rezidiven hängt von der verwendeten Therapie ab. Sie ist bei alleiniger Verödungstherapie recht hoch, wobei genaue Zahlen fehlen. Bei neueren Verfahren (Laser, Radiowellentherapie) gibt es noch keine Zahlen über Rezidive bei länger zurückliegender Behandlung.

Die am besten untersuchte und etablierteste Behandlungsmethode ist die Operation. Abhängig vom Schweregrad des Krampfaderleidens liegen hier die Rezidivraten nach 10 Jahren unter 10%. Das heißt in weniger als 10% der operierten Fälle haben sich neue Krampfadern mit einem Leisten- oder Kniekehlenanschluss gebildet.

Falls es jedoch nach einer Therapie zu einem Rezidiv gekommen sein sollte stellt dieses besonders hohe Ansprüche an die nachfolgende Behandlung. Bei der Operation eines Rezidives besteht durch die Voroperation meist eine ausgeprägte Vernarbung im OP-Gebiet, die das Vorgehen erheblich kompliziert.

Gerade bei der Sanierung von Rezidiven profitiert der Patient von der Erfahrung des Operateurs. Durch unsere Spezialisierung befinden sie sich hier in den besten Händen.

 

Thrombophlebitis

Eine Thrombophlebitits ist eine Entzündung der oberflächlichen Venen, meist als Folge einer Krampfadererkrankung. Hierbei kommt es zur Gerinnung des Blutes in einer oberflächlichen Vene mit nachfolgender Entzündung. Diese äußert sich in einem schmerzhaften, oberflächlich geröteten und überwärmten Venenstrang. Es besteht die Gefahr, dass sich diese Entzündung zu einer tiefen Beinenvenenthrombose erweitern kann. Bei einer Thrombophlebitis sollte deshalb immer ein Venenspezialist aufgesucht werden.

 

Ulcus cruris

Das Ulcus cruris (= Beingeschwür) ist eine schlecht heilende (chronische) Wunde an Unterschenkeln und Füßen.

Umgangssprachlich spricht man vom „offenen Bein“. Es entsteht in etwa 80% der Fälle durch Störungen im venösen Blutkreislauf, vor allem durch Krampfadern (Varizen). Die krankhafte Erweiterung der Venen bewirkt, dass die Venenklappen nicht mehr schließen. Dadurch kann Blut zurückfließen und sich in den Venen anstauen. Dieser Stau führt zu einem Ödem (= Wasseransammlung im Gewebe) und nach einem längeren Zeitraum zu einer Verhärtung des Bindegewebes (=Sklerose). Beide Veränderungen führen zu einer Minderversorgung des Gewebes mit Blut und Nährstoffen vor allem im Bereich der Knöchelinnenseiten. Dies kann später zu Beingeschwüren führen.

Seltener entstehen diese Wunden durch Verengung der Beinarterien.

In Deutschland leiden über 1 Mio. Menschen an einem Ulcus cruris.

 

Tiefe Beinenvenenthrombose

Bei der tiefen Beinenvenenthrombose oder Phlebothrombose kommt es zur Bildung eines Blutgerinnsels (=Thrombus) in einer tief gelegenen Bein- oder Beckenvene, welche das Gefäß teilweise oder vollständig verschließen kann. Als mögliche Komplikationen kann sich eine Lungenembolie oder ein postthrombotisches Syndrom entwickeln.
Risikofaktoren:

 

Postthrombotische Syndrom

Als Postthrombotisches Syndrom bezeichnet man eine Reihe von Symptomen, die nach einer Thrombose der tiefen Beinen- und Beckenvenen bestehen bleiben oder sich im Laufe der Zeit entwickeln.

Es beruht auf einer unwiderruflichen Zerstörung der tiefen Venenklappen. Dadurch kann die Vene das Blut nicht funktionsgemäß vorwärts treiben (herzwärts) und es kommt zum Rückstau des Blutes.

In der Folge kommt es auf Grund des venösen Staus zu einer Minderversorgung der Haut mit Folgeerscheinungen wie der Ausbildung von Ekzemen, bräunlichen Pigmentierungen oder einer Sklerose der Haut und Unterhaut. Im Laufe der Jahre kann dies bis zu einem offenen Bein (Ulcus cruris) fortschreiten.

Die Grundtherapie des postthrombotischen Syndroms (= PTS) ist die Kompressionstherapie mit einem Kompressionsstrumpf, der auf die individuellen Bedürfnisse angepasst ist.

 

Reisevenenthrombose (Economy class Syndrom)

Es handelt sich um ein erhöhtes Thromboserisiko bei langen, eingeengten Sitzen in Flugzeugen, aber auch in Bussen, Zügen oder im eigenen Auto. Deshalb ist der Ausschluss von Risikofaktoren einer Stauung in der Stamm- oder in der Tiefenvenen, sog. Chronische Veneninsuffizienz, sehr wichtig.

 

Schlaganfall

...eines Schlaganfalls mit Farbkodiertem Duplex der Carotisarterien (Halsschlagader)
zum Ausschluss einer hämodynamisch wirksamen Stenose (Einengung der Halsschlagader durch Verkalkung und Arteriosklerose) und dadurch Prophylaxe eines Schlaganfalls mit Vorschlag einer Operation, z.B. Stenose über 80%, oder konservativer Therapie.
Ein Schlaganfall kann unerwartet ohne Warnsymptome kommen.
Erhöhtes Risiko bei bei hohem Blutdruck, Herzerkrankung, z.B. Angina pectoris, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

 

...einer Arterienverschlusskrankheit (AVK),
Durchblutungsstörung, Schaufensterkrankheit, Raucherbein
mit Dopplersonografie und farbkodiertem Duplex (Darstellung der Arterien mit farbbildlichem Ultraschall). Feststellung und Diagnostik der Verschlüsse der Bauch-, Becken- und Beinarterien (ohne radiologische Bestrahlung und Kontrastmittel) und danach Entscheidung zur konservativen Infusionstherapie, Dilatation (PTA) der Gefäßstenosen, Verschlüsse oder Operativen Therapie (ByPass).

 

AVK (Arterienverschlusskrankheit, Durchblutungsstörung)

überwiegend durch Arteriosklerose (Ablagerung von Kalk und Fett) verursachte Erkrankung der Arterien (Schlagadern) und dadurch entstandene Stenose (Einengung) oder Verschluss der Gefäße. Dadurch Schmerzen in der Wade, im Oberschenkel beim Gehen (Schaufenster-krankheit), begrenzte Gehstrecke oder sogar Auftreten von Ruheschmerzen oder Nekrose, Gangrän (abgestorbenes, schwarzes, feuchtes oder mumifiziertes Gewebe).
Erhöhtes Risiko bei Diabetes mellitus (Diabetischer Fuss), Herzerkrankung, Hypertonie (hohem Blutdruck), Rauchen, Bewegungsmangel.

 

Bauchaortenaneurysmas

Bauchaortenaneurysmas (Erweiterung der Bauchschlagader) mit Gefahr einer Ruptur (Platzen der Bauchschlagader).

Die Untersuchung erfolgt mit farbkodierter Duplexsonografie der retroperitonealen Gefäße (farbkodierte Ultraschalluntersuchung der Bauchschlagader, Darmarterien und Nierenarterien) und Entscheidung zur OP bei einem Durchmesser der Erweiterung der Bauchschlagader auf über 4cm.
Risiko bei Hypertonie (hohem Blutdruck), fortgeschrittener Arteriosklerose oder bei Durchblutungsstörungen.